Künstliche Intelligenz gilt als wichtige Technologie für nachhaltige Entwicklungen – etwa in den Bereichen Energie, Mobilität oder Landwirtschaft. Gleichzeitig bringt ihr Einsatz neue ökologische und gesellschaftliche Herausforderungen mit sich: energieintensive Rechenprozesse, wachsender Ressourcenverbrauch und komplexe digitale Infrastrukturen werfen Fragen nach Verantwortung und langfristigen Folgen auf.
Der Vortrag beleuchtet das Verhältnis von KI und Nachhaltigkeit aus technischer, ökologischer und ethischer Perspektive. Im Fokus stehen zentrale Zielkonflikte und die Frage, wie ein verantwortungsvoller Umgang mit KI gestaltet werden kann. Dabei wird diskutiert, warum Nachhaltigkeit allein noch keine ausreichende Orientierung für gesellschaftlich und moralisch wünschenswerte Technologien bietet.
Dr. Niina Zuber studierte Philosophie, Volkswirtschaftslehre und Soziologie in Tübingen und an der University of Oregon und promovierte an der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) zur Verknüpfung von Ethik und Softwareentwicklung. Sie ist Forschungskoordinatorin am Bayerischen Forschungsinstitut für Digitale Transformation (bidt). Ein besonderer Fokus ihrer Arbeit liegt auf der Wechselwirkung zwischen Software und Demokratie, insbesondere darauf, wie digitale Technologien demokratische Prozesse beeinflussen und welche ethischen Anforderungen sich daraus für die Softwareentwicklung ergeben.