Kultur-/Erlebnisreise

Armenien und Georgien Alte Kulturschätze, herrliche Landschaften und ethnische Vielfalt zwischen Ararat und Hohem Kaukasus


Datum: 28.08. - 07.09.2018
Reisebegleitung: Josef Betzl

Armenien und Georgien - zwei Länder, die verschieden sind und doch viele Gemein-samkeiten haben: Beide waren Durchgangsländer großer Handelsströme, entwickelten eine eigenständige Hochkultur und bildeten bedeutende Reiche, die immer wieder geplündert und unterworfen wurden. Doch bis in die heutige Zeit haben sich beide ihre Einzigartigkeit bewahrt und präsentieren sich dem Besucher als eine faszinierende Welt zwischen Orient und Okzident. Wir entdecken uralte Kirchen und Klöster, antike Höhlenwohnungen und mittelalterliche Handschriften. Wir erleben die wilde Bergwelt und die Lebensart der Menschen im Kaukasus.

1. Tag: Am späten Abend fliegen wir mit der polnischen Fluggesellschaft LOT von München in die armenische Hauptstadt Jerevan. 2. Tag: Ankunft am frühen Morgen. Empfang durch die lokale Stadtführerin und Transfer zum Hotel mit Early Check-in. Hier werden wir auch die weiteren Übernachtungen in Armenien haben. Nach einer Ruhepause und dem Frühstück erkunden wir Jerevan (historischer Name Erebuni): Die Stadt ist reich an Kontrasten. Die Stadtführerin wird moderne Bauten und Denkmäler sowie versteckte Kleinode, schöne herrschaftliche Häuser mit hölzernen Balkonen und wunderschönen Torbögen zeigen. Der Spaziergang führt auch durch die alte orientalische Stadt Jerevan. In der Abovjanstraße finden wir Boutiquen und kleine Cafés. Und wenn der Markt geöffnet ist, haben wir auch Zeit, von den leckeren gedörrten Aprikosen zu kosten. Jetzt noch ein Blick auf die Kaskade und ein Spaziergang durch den kleinen Park, in dem originelle Skulpturen die Atmosphäre bereichern. Vom Museum Matenadaran aus haben wir eine wundervolle Aussicht auf den schneebedeckten Gipfel des Berges Ararat. Im Museum können uralte armenische Handschriften besichtigt werden. Anschließend besichtigen wir die Ruinen der urartäischen Festung Erebuni, die bereits 782 v. Chr. gegründet wurde und wunderschön auf einem Hügel liegt. (F, A) 3. Tag: Nach dem Frühstück fahren wir durch das Ararat-Tal zum nahe der türkischen Grenze gelegenen Kloster Chor Wirap aus dem 17. Jh. Hier wurde Gregor der Erleuchter gefangen gehalten, bis er zum ersten armenischen Katholikos ernannt wurde. Bei schönem Wetter haben wir einen traumhaften Blick auf den 5.137 m hohen Ararat. Obwohl der Ararat heute in der Türkei liegt, ist er das Nationalsymbol der Armenier, die bis 1915 größtenteils ihren Siedlungsraum rund um dieses Bergmassiv hatten. Weiterfahrt zum Kloster Noravank (13 - 14. Jh.), idyllisch am Ende einer Schlucht gelegen, das durch seine prachtvollen Außenreliefs beeindruckt. Auf dem Weg dorthin gibt es frisches Schaschlik in einem Restaurant in einer Naturhöhle. Während der Rückfahrt nach Jerevan besuchen wir die Weinkellerei Areni und können dort mehrere Rotweine und Obstweine verkosten. (F, M) 4. Tag: Der heutige Ausflug führt vorbei am Dorf Musa Ler, in dem Überlebende des durch Franz Werfels Roman berühmt gewordenen Musa Dagh angesiedelt wurden, zur Ruine der Kirche Swartnoz (7. Jh.). Nächstes Ziel ist Edschmiatsin, der Sitz des armenischen Katholikos und religiöses Zentrum des armenischen Volkes: Besichtigung der Hauptkathedrale (303 n. Chr.) und der Kirchen Surb Hripsime und Surb Gajaneh - beide Meisterwerke der klassischen armenischen Baukunst aus dem 7. Jh. und UNESCO-Weltkulturerbe. Weiterfahrt zur vorgeschichtlichen Siedlung von Mezamor und Besuch der Hauptkirche. Rückfahrt nach Jerevan und dann weiter nach Garni. Bevor wir jedoch dort die Sommerresidenz der armenischen Könige und den Tempel besichtigen, kehren wir bei Sergej ein und können beim Backen des Fladenbrotes Lavasch im traditionellen Lehmofen zuschauen, um dann das leckere Brot mit köstlichem Käse und Koriander zu probieren, am besten mit einem guten Roséwein. Gut gestärkt besuchen wir dann den einzigen erhaltenen hellenistischen Tempel Armeniens, in dem der Sonnengott Mithras verehrt wurde. Der Tempel liegt oberhalb der Asat-Schlucht (UNESCO-Welterbe), auf die man einen wunderbaren Ausblick hat, und ist umgeben von Ruinen der Festung Garni, einer Siedlung, die im 3. und 4. Jh. den armenischen Königen als Sommerresidenz diente. Nächste Station ist das Höhlenkloster Geghard (13. Jh.), das seit dem Jahr 2000 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. In einer der Felsenkirchen ist eine „heilige Quelle“ zu finden, an der sich in früheren Zeiten ein heidnisches Wasserheiligtum befand. Diese malerische Klosteranlage ist reich an alten Kreuzsteinen mit kunstvollen Verzierungen. Rückfahrt nach Jerevan. (F, M) 5. Tag: Heute brechen wir auf in Richtung Georgien. Erster Stopp ist am Sevan-See, größter Süßwassersee Armeniens und des Kaukasus. Auf etwa 1900 m über dem Meeresspiegel gelegen, ist er einer der größten Hochgebirgsseen der Welt. Leider nimmt der Wasserpegel des Sevan-Sees stetig ab. Viele Stufen führen Sie hinauf zum Sevan-Kloster, das malerisch auf einer Halbinsel am nordwestlichen Seeufer liegt. Wir besuchen die Apostel- und Muttergotteskirche. Der Ausblick auf den See ist ein Genuss. Anschließend haben wir das Erlebnis einer Bootsfahrt auf dem See. Beim Mittagessen am See genießen wir die leckere Sevan-Forelle. Nächstes Ziel ist der Klosterkomplex Hagh-bat (UNESCO-Weltkulturerbe), der auf einem Hochplateau mit phantastischem Blick auf die Debed-Schlucht liegt. Umrahmt von den besonders fein ornamentierten Kreuzsteinen lassen wir die spirituelle Stille zwischen den klammen Klostermauern auf uns wirken. Mit etwas Glück können wir in der Kreuzkirche der Stimme des Geistlichen beim liturgischen Gesang lauschen. Beim Grenzübertritt in Sadakhlo wechseln Reiseleitung und Bus. Nach den Grenzformalitäten führt die Fahrt direkt in die georgische Hauptstadt Tbilissi. (F, M, A) 6. Tag: Am Morgen steht die Fahrt von Tbilissi in das 20 km entfernte Mzcheta an. Mzechta war weltliches und kirchliches Zentrum Ostgeorgiens und war vom 4. Jh. v. Chr. bis ins 5. Jh. n. Chr. dessen Hauptstadt. Hoch über Mzcheta liegt das Dshwari-Kloster (586 - 604 erbaut, UNESCO-Weltkulturerbe). Von hier haben wir eine herrliche Sicht auf die Stadt. Die Kreuzkuppel-Kirche des Dshwari-Klosters ist ein “Muss” für jeden Georgien-Reisenden. Sie gehört zu den ältesten noch erhaltenen christlichen Kirchen. Anschließend besichtigen wir die Kathedrale Sweti Zchoweli - früher Krönungs- und Grabkirche der ostgeorgischen Könige. Dann setzen wir die Fahrt auf der Georgischen Heerstraße fort, deren Bau bereits im 1. Jh. v. Chr. begonnen wurde. Nächstes Ziel ist das malerische Dorf Ananuri, wo die Burg und die 1698 erbaute Kirche besichtigt werden. Auf der Weiterfahrt ziehen Wachtürme, Ruinen, altertümliche Festungen und Kirchen vorüber. Vorbei an Passanauri und Mleti beginnt die Serpentinenstrecke des Kreuzpasses, die zum 2.157 m hoch gelegenen Ski-Gebiet Gudauri führt, wo wir übernachten. (F, A) 7. Tag: Heute erleben wir bei einer Fahrt bis auf 2.395 m zum Kreuzpass den wundervollen Blick auf die kaukasische Bergwelt und das Kaischuri-Tal mit der Aragwi-Schlucht. Nach einer kurzen Pause geht es weiter zum Dorf Stepanzminda, auch als Kasbegi bekannt (1.700 m). Der Hausberg des Dorfes ist der 5.033 m hohe Kasbek. Bei guter Sicht kann man den schneebedeckten Gipfel sehen. Auf einer 2- bis 3-stündigen Wanderung besuchen wir auf 2.170 m die Zminda-Sameba-Kirche von Gergeti (14. Jh.) und den Glockenturm. Der weitere Weg über die Berge macht den Ausflug zu einem besonderen Naturerlebnis. Wer es abenteuerlicher mag, kann sich in einem geländegängigen Jeep chauffieren lassen. Am Ende der Fahrt geht es wieder zurück nach Gudauri. (F, A) 8. Tag: Fahrt nach Kutaisi, das ca. 700 Jahre vor unserer Zeitrechnung als griechische Kolonie angelegt wurde und fast 400 Jahre die Hauptstadt des Kolchis-Reiches war. Hier handelt die Geschichte der Argonauten und hier wurde das Goldene Vlies geraubt. Der erste Stopp ist Gori, bekannt als Geburtsstadt Josef Stalins und eine der wichtigsten Städte des Landes. Während der Regierungszeit des Königs David IV. (11./12. Jh.) erlebte die Stadt eine Blütezeit. Wir sehen Stalins Geburtshaus von außen. Bevor Kutaisi erreicht wird, steht die Besichtigung der Höhlenstadt Uplisziche auf dem Programm. Beim Rundgang durch die vormalige Hochburg des Handels an der Seidenstraße können wir in den Hauch der großen Vergangenheit atmen. Die ältesten noch erhaltene Bauten datieren auf das 2. - 3. Jh. n. Chr. und man kann sich noch heute das einst geschäftige und bunte Treiben durch vorbeiziehende Karawanen bildlich vorstellen. Wenn es die Zeit erlaubt, unterbrechen wir die Fahrt nach Kutaisi in Ateni und besichtigen dort die Sioni-Kirche. Übernachtung in Kutaisi. (F, A) 9. Tag: Bei einer Führung durch die reizvolle Altstadt des 3.500 Jahre alten Kutaisi besichtigen wir die Bagrati-Kathedradle (11. Jh.), die zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt. Sie thront wie ein Relikt vergangener Zeit über der Stadt. Wir spazieren durch das ehemalige jüdische Viertel und besuchen das Kloster und die Akademie von Gelati, unweit von Kutaisi gelegen und ebenfalls UNESCO-Weltkulturerbe. Der Bau der Kathedrale gilt als größte Leistung des georgischen Königs David. Wie kein anderer Herrscher schenkte er der Kultur seine Aufmerksamkeit. Auf der Rückfahrt nach Tbilissi besichtigen wir die Ubisa-Kirche (9. Jh.) mit ihren eindrucksvollen Fresken. Übernachtung in Tbilissi. (F, A) 10. Tag: Am Vormittag steht ein Altstadt-Rundgang in Tbilissi auf dem Programm. Dabei besuchen wir die Metechi-Kirche, die Narikala-Festung, Schwefelbäder, die Synagoge (außen), die Sioni-Kathedrale und die Anchiskhati-Kirche. In Tbilissi hat sich in den letzten 20 Jahren viel verändert. Die Stadt ist modern geworden und bietet eine kosmopolitische Atmosphäre. Faszinierend ist immer noch eine seltene Mischung von Orient und Okzident. Enge Gassen, orientalische Märkte, Schwefelbäder, zahlreiche Kirchen, Moscheen, Holzhäuser mit aufwendig geschnitzten Balkonen, umrankt von Weinlaub, machen Tbilissi zu einer besonderen Attraktion. Besonders in der Altstadt wurde in den letzten Jahren viel restauriert. Die Kunstgewerbeläden, Boutiquen und originellen Cafés in der Fußgängerzone laden zum Bummeln und Verweilen ein. Und dann plötzlich sieht man über dem Mtkwari-Fluss die 150 m lange Brücke des Friedens, eine gelungene Konstruktion aus Stahl und Glas. Nach der Mittagspause besuchen wir das Kunstmuseum - berühmt für seine Schatzkammer, die eine der wertvollsten Sammlungen christlicher sakraler Kleinodien und Meisterwerke der georgischen Goldschmiedekunst zeigt. Anschließend spazieren wir über die Flaniermeile Tbilissis, den Rustaweli-Prospekt. Gesäumt von Platanen und teilweise restaurierten Palais, dem Parlament und von luxuriösen Hotels bietet er eine besondere Atmosphäre. Am Abend verwandelt sich die Stadt in ein Lichtermeer. „Die Lichter symbolisieren die Grundlage des Lebens, den Frieden zwischen den Menschen“. (F, A) 11. Tag: Nach einer Stärkung am frühen Morgen geht die Fahrt zum Flughafen. Mit der LOT fliegen wir zurück nach München (F)

(F=Frühstück, M=Mittagessen, A=Abendessen)

Programmänderungen bleiben vorbehalten!

Leistungen:
Zug zum Flug (2. Klasse); Flüge ab/bis München mit LOT in der Economy-Class bis Jere-van/ ab Tbilissi, Luftverkehrssteuer, Flughafen- und Flugsicherheitsgebühren (Stand 05/17); Transfers am An- und Abreisetag; Rundreise/Ausflüge im landestypischen Reisebus mit Klimaanlage; 9½ Übernachtungen in ****-Hotels der Landeskategorie (Bad oder Dusche/WC); 10 x Frühstück, 3 x Mittagessen, 7 x Abendessen lt. Programmbeschreibung; komplettes Besichtigungsprogramm inkl. aller Eintrittsgelder laut Reiseverlauf; Besuch der Weinkellerei Areni inkl. Verkostung; Bootsfahrt auf dem Sevan-See; qualifizierte, Deutsch sprechende Reiseleitung; ausgewählte Reiseliteratur, vhs-Reisebegleitung; Trinkgelder und Verwaltungskosten; Fotobuch; Sicherungsschein.

Nicht eingeschlossen:
Versicherungen; nicht ausgewiesene Mahlzeiten; Getränke zu den Mahlzeiten sowie Ausgaben persönlicher Natur.

Der Reisepass muss nach Ablauf des Visums noch 6 Monate gültig sein!!

Mindestteilnehmerzahl: 16 Personen
Anmeldeschluss: 24.04.2018 (danach auf Anfrage)

Veranstalter im Sinne des Reiserechts:
GEBECO GmbH&Co KG, Holzkoppelweg 19, 24118 Kiel

Informationen und Anmeldung: vhs Augsburger Land, Bereich Reisen, Holbeinstr. 12, Telefon (0821) 34484-20 Dienstag und Donnerstag von 9 - 12 Uhr, Fax (0821) 34484-22.
11 Tage, 28.08.2018 - 07.09.2018
ab Dienstag
1 Termin(e)
Josef Betzl
EAR110r73
2.090,00
p.P. im DZ
Einzelzimmerzuschlag:
315,00
p.P.
Belegung: 
 (Plätze frei)

Weitere Veranstaltungen von Josef Betzl

So 12.08.18
07:15 - 20:45 Uhr
Sa 08.12.18
07:45 - 20:45 Uhr